Beispiele aus dem Verbandsumfeld und Leistungssport

  • Erwartungen und Druck zum Erbringen von Spitzenleistungen stehen nicht im Einklang mit Schule, Studium oder Ausbildung.
  • Psychischer Druck durch wiederkehrende Kritik oder unrealistische Leistungserwartungen, die zu Stress und Angst führen.
  • Druck zum Siegen und Animierung zu unfairem oder unangemessen brutalem, unsportlichem Handeln auf Kosten der eigenen Gesundheit oder der Gesundheit der Kontrahenten bzw. der gegnerischen Mannschaftsmitglieder.
  • Förderung unethischen Verhaltens seitens des Trainingspersonals oder der ärztlichen Betreuung oder innerhalb der Traingsgruppe, wie z.B. Doping.
  • Von "Favoritismus" oder Willkür geprägte Auswahlprozesse anstelle objektiver Kriterien, wie Leistung, Fähigkeiten oder Passung.
  • Fehlende oder unklare Kommunikation von Trainingspersonal oder Sportorganisationen bezüglich Erwartungen, Leistungsbewertung, Qualifikationskriterien, Kaderzugehörigkeit oder Karriereentwicklung.
  • Mangelhafte Einbeziehung der sorge-/personenberechtigten Personen bei Minderjährigen.
  • Beeinträchtigen der sportlichen Leistung, z.B. aufgrund unzureichender Trainingsmöglichkeiten oder fehlender Unterstützung bis hin zu Sabotage von Ausrüstung oder Verbreitung falscher Informationen über Trainingstechniken.
  • Autoritäres Handeln und Abwehrhaltung gegenüber Kritik, Anregungen oder Ideen..
  • Respektloses Verhalten, verbale Beleidigungen und Angriffe, Erniedrigungen, Einschüchterung oder Demütigungen, direkt oder verdeckt, hinter dem Rücken einer Person. 
  • Verbreitung von Gerüchten und Lügen, falschen oder schädlichen Geschichten zur Rufschädigung, sowie Ausgrenzung von Gruppenaktivitäten oder sonstigen sozialen Ereignissen.
  • Ungerechte Behandlung, systematische Benachteiligung, Ausgrenzung oder Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung, Alter, Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, des sozioökonomischen Status oder anderen persönlichen Merkmalen.
  • Körperliche Gewalt oder Übergriffe, Bedrohung, Belästigung, sexuelle Annäherung oder Kommentare, Missbrauch oder emotionale Manipulation durch Trainingspersonal, Team oder andere Beteiligte im persönlichen Kontakt oder über soziale Medien, Textnachrichten oder E-Mails - wenn sie als "Teil des Spiels" oder "Scherz" getarnt werden.
  • Beschwerden über Mobbing, Diskriminierung, Grenzverletzungen / -überschreitung oder anderes Fehlverhalten werden ignoriert, nicht ernst genommen oder nicht weiterverfolgt, weshalb sich Betroffene machtlos und alleingelassen fühlen und unter Umständen den Kader verlassen, um aus dem toxischen Umfeld zu entfliehen.